Medikamente und Hausmittel bei Heuschnupfen - was wirklich hilft

Heuschnupfenmittel: Welche Medikamente und Therapiemöglichkeiten gibt es?

So unangenehm die Symptome einer Pollenallergie auch sind, es gibt mittlerweile gut wirksame Heuschnupfen-Medikamente, die wirklich Linderung verschaffen. Diese können in Form von Tabletten, Augentropfen oder Nasenspray angewendet werden.

Tabletten gegen Heuschnupfen: Was ist zu beachten?

Medizinisch effektiv wirksame Heuschnupfenmittel gibt es inzwischen in einer großen Vielfalt. Da sind zum einen Heuschnupfen-Tabletten, sie werden in der Fachsprache als Antihistaminika bezeichnet. Zu ihren bewährtesten Wirkstoffen zählen Cetirizin und Loratadin. Allerdings tritt die Wirkung nach der Tabletteneinnahme nicht sofort ein, in der Regel müssen Sie etwa eine Stunde warten, bis Sie eine Linderung Ihrer Beschwerden feststellen. Doch dafür hält die Wirksamkeit auch bis zu 24 Stunden an. Das bedeutet, dass Sie täglich lediglich eine Tablette einnehmen müssen. Es wird meist empfohlen, die Tablette abends vor dem Zubettgehen zu nehmen. Die Wirksamkeit entfaltet sich dann bis zum nächsten Morgen optimal. Außerdem neigen einige Heuschnupfen-Tabletten aufgrund ihrer speziellen Zusammensetzung dazu, müde zu machen: Auch aus diesem Grund empfiehlt sich also die Einnahme vor dem Schlafengehen.

Heuschnupfenmittel für Augen und Nase

Darüber hinaus können Sie auch Augentropfen und Nasensprays verwenden. Beide Heuschnupfenmittel haben den Vorteil, dass sie direkt "vor Ort" wirken, also unmittelbar in den Augen und in der Nase. Außerdem tritt die Wirkung in der Regel sehr schnell ein, in den meisten Fällen schon nach wenigen Minuten. Augentropfen und Nasensprays, die oft den Wirkstoff Azelastin enthalten, sind also gerade bei akuten Beschwerden eine gute Lösung, wenngleich die Wirkung nicht so lange anhält wie bei Tabletten.

Hausmittel gegen die Symptome der Pollenallergie

Neben den Antihistaminika helfen auch diverse Hausmittel bei der Linderung der Allergiesymptome. Diese haben aber eine eher sanfte und leichte Wirkung und sind daher bei akuten Beschwerden nur bedingt zu empfehlen. Beispiele für Heuschnupfenmittel aus "Großmutters Trickkiste":

  • Apfelessig,
  • Dampfbad und
  • Ingwer

Apfelessig enthält wertvolle Vitalstoffe, die Ihr Immunsystem regulieren können. Bei leichten bis mäßigen allergischen Beschwerden nehmen Sie bis zu dreimal täglich zwei Esslöffel Apfelessig mit einem Glas Wasser ein.

Ein weiteres bekanntes Hausmittel ist das gute alte Dampfbad, wobei Sie die Wahl haben zwischen purem Wasserdampf und der Zugabe von ätherischen Ölen beziehungsweise Salz. Das Dampfbad befeuchtet die Schleimhäute und fördert somit deren Durchblutung sowie ihre Reinigung.

Ein etwas gewöhnungsbedürftiges Hausmittel ist das Kauen von Ingwerstückchen. Der scharfe Saft, der beim Kauen aus dem Ingwer austritt, steigert ebenfalls die Durchblutung und kann Schwellungen reduzieren. Grundsätzlich hat Ingwer auf das gesamte Wohlbefinden einen positiven Effekt.

Was Sie tun können, bevor der Heuschnupfen einsetzt

Cromoglicinsäure ist ein Wirkstoff, der in erster Linie als Vorbeugung vor allergischen Erkrankungen angewendet wird. Er sorgt dafür, dass im Körper deutlich weniger Histamin freigesetzt wird. Allerdings benötigt der Stoff eine gewisse Anlaufzeit – das entsprechende Heuschnupfenmittel wirkt also nicht sofort nach der Einnahme. Es wird empfohlen, mit der Einnahme etwa zwei bis drei Wochen vor dem Auftreten des Pollenfluges zu beginnen. Es ist in diesem Zusammenhang also wichtig, dass Sie genau wissen, auf welche Pollen Sie allergisch reagieren. Eine Alternative zu Cromoglicinsäure ist Beclometason, ein Kortison. Entsprechende Medikamente erhalten Sie rezeptfrei zur Vorbeugung von Heuschnupfen, da das Kortison nur niedrig dosiert ist.

Heuschnupfenmittel mit dem Arzt abklären

Ganz egal, welches Mittel gegen Heuschnupfen Sie bevorzugen, Sie sollten die Einnahme in jedem Fall mit Ihrem Arzt absprechen. Schließlich müssen eventuelle Neben- oder Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Die Dosierung kann außerdem je nach Lebensalter und Körpergewicht unterschiedlich sein.

Die Hyposensibilisierung: ein bewährtes Therapieverfahren gegen Heuschnupfen

Mit der Hyposensibilisierung wird die Ursache von Allergien wie Heuschnupfen behandelt. Die Therapie hat das Ziel, den Körper und insbesondere das Immunsystem an die allergieauslösenden Stoffe zu gewöhnen. Allergiker erhalten dabei über einen Zeitraum von etwa drei Jahren regelmäßig eine festgelegte Dosis des Allergens, auf das sie reagieren. Das Immunsystem entwickelt dadurch nach und nach eine Art Toleranz, die Reaktionen und Symptome lassen nach bzw. treten gar nicht mehr auf. Die Therapie kann durch die Verabreichung von Spritzen beim Arzt oder durch eigenständige Tabletten- oder Tropfeneinnahme zu Hause durchgeführt werden. Sie ist die geeignete Therapie für Allergiker, die nicht nur die Symptome ihrer Allergie behandeln möchten, sondern auch verhindern möchten, dass sich weitere Allergien oder gar ein chronisches Asthma entwickelt. Denn mit der Anwendung von antiallergischen Medikamenten werden allergische Symptome nur unterdrückt. Die Belastung für das Immunsystem besteht fort und kann zu einer dauerhaften Verschlechterung der Beschwerden führen. Diese Entwicklung kann bislang nur durch eine Hyposensibilisierung gestoppt werden.

Die Hyposensibilisierung eignet sich grundsätzlich:

  • für Allergiker mit einem Mindestalter von fünf Jahren
  • für Betroffene, deren Allergie zweifelsfrei festgestellt wurde
  • wenn der Mensch stark unter den allergischen Reaktionen leidet
  • wenn sich der Allergieauslöser nicht meiden lässt.

Für einige Personengruppen ist die Hyposensibilisierung jedoch nicht oder nur bedingt geeignet.

Dies gilt:

  • für Menschen, die bereits aufgrund einer Asthmaerkrankung in ärztlicher Behandlung sind
  • bei schwereren Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • bei bestehenden Krebserkrankungen
  • während einer Schwangerschaft
  • bei schweren Autoimmunerkrankungen
  • bei einer Therapie mit Beta-Blockern.
Mehr Informationen zu einer Hyposensibilsierung finden Sie hier.
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