Ist der allergische Marsch zu stoppen?

Allergien liegen in der Familie

Du hast vielleicht bereits bemerkt, dass Allergien sich in Familien oft häufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind eine Allergie entwickelt und den allergischen Marsch – die Entwicklung der Allergie bzw. das Auftreten von weiteren – durchläuft, ist höher, wenn bereits ein Elternteil eine Allergie hat. Dann steigt sie auf 30 - 50 %. Wenn beide Eltern Allergiker sind, besteht ein Risiko von 60 - 80 %, dass auch der Nachwuchs eine Allergie bekommt. Dagegen entwickeln nur 12 % der Säuglinge, die in eine Familie ohne Allergien hineingeboren werden, eine allergische Erkrankung.

Fangen Allergien mit Hautallergien an?

Es sind noch nicht alle Gene bekannt, die für eine Allergie verantwortlich sind. Wissenschaftler haben aber eines identifiziert, welches das Allergierisiko erhöhen könnte. Dieses Gen, Filaggrin, haben alle Menschen, doch bei einigen ist es verändert, d.h. mutiert. Diese Mutation kann die Funktionsweise der Haut so verändern, dass es für Stoffe leichter ist, die Hautbarriere zu passieren. Dies könnte der erste Schritt des allergischen Marsches sein, da es das Risiko für atopische Dermatitis (Neurodermitis) erhöht.

Risiken, die während der Schwangerschaft und im frühen Leben auftreten können

  • Die Entbindung durch Kaiserschnitt kann das Risiko für eine Allergie erhöhen.
  • Wenn Säuglinge früh fester Nahrung, Hausstaubmilben, Pollen und Reizstoffen ausgesetzt werden, kann dies das Allergierisiko erhöhen, ebenso wie Atemwegsinfektionen in den ersten Monaten des Lebens.

Die Gefahren des Rauchens

Auch Tabakrauch macht Kinder anfälliger für Allergien. Ein erhöhtes Risiko besteht für Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchen oder die passiv Zigarettenrauch ausgesetzt werden.

Lebensstil und Region

  • Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse kann helfen, das Allergierisiko zu reduzieren und Allergiesymptome zu lindern. Eine ungesunde Ernährung aus Fast Food und Lebensmitteln mit vielen Konservierungsstoffen kann sich dagegen ungünstig auswirken. Übergewicht oder Adipositas (Fettleibigkeit) können das Allergierisiko erhöhen, insbesondere im Erwachsenenalter an Asthma zu erkranken.
  • Wie und wo wir leben, beeinflusst die Entwicklung von Allergien. Es gibt mehr Allergiker in städtischen und wohlhabenderen Gebieten. Einige Menschen sind auch durch ihren Arbeitsplatz einem höheren Allergierisiko ausgesetzt, da verschiedene Stoffe, mit denen sie arbeiten, eine Allergie fördern. Klima und Temperatur spielen ebenfalls eine Rolle.

Eine frühe Diagnose und Behandlung ist wichtig

Handle schnell

Bist Du bereits an einer anderen Allergie erkrankt, wird eine weitere wahrscheinlicher: Das Auftreten von allergischer Dermatitis (Neurodermitis), einer Lebensmittelallergie und allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) kann als Warnsignal für die Entwicklung von Asthma dienen. Alle Erkenntnisse über Allergien und die Muster, die den allergischen Marsch kennzeichnen, helfen, eine frühzeitige Diagnose aufzustellen und so rechtzeitig mit der Behandlung zu beginnen.

Sprich mit Deinem Arzt oder Allergologen über geeignete Maßnahmen, um Deine Allergien unter Kontrolle zu halten und das Fortschreiten des allergischen Marsches zu verhindern.

Wenn Du unter Allergiesymptomen leidest oder Dein Kind sie zeigt, solltest Du die Allergie zuerst durch einen Facharzt bestätigen und diagnostizieren lassen. Daraufhin wirst Du  Um Maßnahmen zur Behandlung der Allergie und Vermeidung des Kontakts mit den Allergenen treffen zu können,  musst Du  genau wissen, auf welche Substanzen Du allergisch reagierst.

Auch wenn Du die Ursache Deiner Allergie kennst, solltest Du Deinen Arzt oder Allergologen regelmäßig konsultieren. Denn im Laufe der Zeit können Deine Symptome sich verändern und neue Allergien hinzukommen.

 

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