Was ist eine Lebensmittelallergie?

Eine Lebensmittelallergie kann beängstigend sein. In machen Fällen führt sie zu starken Reaktionen. Und Symptome können sich schon bei kleinen Kindern bemerkbar machen. Babys können bereits ab dem sechsten Lebensmonat Allergien gegen Milch, Eier oder Erdnüsse entwickeln. Lass dennoch nicht die Angst die Oberhand gewinnen.

What is hayfever?

Was ist eine Lebensmittelallergie? Eine allergische Reaktion auf Lebensmittel, die lebensbedrohlich sein kann. Achte darauf, die Reste im Kühlschrank zu beschriften.Was ist eine Lebensmittelallergie? Eine allergische Reaktion auf Lebensmittel, die lebensbedrohlich sein kann. Achte darauf, die Reste im Kühlschrank zu beschriften.

Was ist eine Lebensmittelallergie?

Eine Lebensmittelallergie kann beängstigend sein. In machen Fällen führt sie zu starken Reaktionen. Und Symptome können sich schon bei kleinen Kindern bemerkbar machen. Babys können bereits ab dem sechsten Lebensmonat Allergien gegen Milch, Eier oder Erdnüsse entwickeln. Lass dennoch nicht die Angst die Oberhand gewinnen. Lebensmittelallergien sind behandelbar, wenn du deine Auslöser findest und in- und auswendig weißt, wo du aufpassen musst.

Häufige Lebensmittelallergien

Man kann gegen jedes Lebensmittel allergisch sein, aber einige Lebensmittelallergien sind häufiger als andere. Häufig vorkommende Allergene müssen in Zutatenlisten auf Lebensmittelverpackungen deutlich lesbar sein. Dieselben gesetzlichen Vorschriften gelten auch für Speisekarten in Restaurants. Aber oft ist es für Lebensmittelhersteller unmöglich, Kontaminationen komplett auszuschließen. Darum findest du auf bestimmten Lebensmitteln freiwillige Warnhinweise, wie z. B. "kann Spuren von Erdnüssen enthalten”.

Was ist eine Lebensmittelallergie?

Was ist eine Lebensmittelallergie? Eine allergische Reaktion auf Lebensmittel, die lebensbedrohlich sein kann. Achte darauf, die Reste im Kühlschrank zu beschriften.

Lebensmittelallergien sind behandelbar, wenn du deine Auslöser findest und in- und auswendig weißt, wo du aufpassen musst.

Common food allergies

Man kann gegen jedes Lebensmittel allergisch sein, aber einige Lebensmittelallergien sind häufiger als andere. Häufig vorkommende Allergene müssen in Zutatenlisten auf Lebensmittelverpackungen deutlich lesbar sein. Dieselben gesetzlichen Vorschriften gelten auch für Speisekarten in Restaurants. Aber oft ist es für Lebensmittelhersteller unmöglich, Kontaminationen komplett auszuschließen. Darum findest du auf bestimmten Lebensmitteln freiwillige Warnhinweise, wie z. B. „kann Spuren von Erdnüssen enthalten”.

Es gibt 14 Inhaltsstoffe, die häufig zu allergischen Reaktionen führen: Eier, Kuhmilch, Fisch, Krebstiere, Weichtiere, Erdnüsse, Baumnüsse, Sesam, glutenhaltiges Getreide, Sojabohnen, Sellerie, Senf, Lupine und Sulfite. Sulfite sind Konservierungsmittel für Lebensmittel, die auch bei der Bier- und Weinherstellung natürlicherseits vorkommen. Du könntest darauf allergisch reagieren, wenn du bereits an einem allergischen Schnupfen oder Symptomen der unteren Atemwege leidest.

Gluten verursacht im Allgemeinen keine Lebensmittelallergie. Menschen mit Zöliakie müssen sie aber vollständig meiden. Wenn du eine Glutenunverträglichkeit hast, kann es helfen, glutenfrei zu essen.

Lebensmittelallergien: Sie entstehen in deinem Immunsystem

Mehr als 4 % der Erwachsenen in Deutschland leiden an einer Lebensmittelallergie. Sie entsteht, wenn dein Immunsystem auf Proteine, die in der Nahrung enthalten sind, überreagiert. Das Immunsystem soll deinen Körper vor Bakterien oder Viren schützen, die dich krank machen könnten. Aber manchmal macht es einen Fehler. Es hält ein bestimmtes Lebensmittel für eine Bedrohung und eilt zu deiner Verteidigung. Dein Körper will das Allergen so schnell wie möglich loswerden. Genau das ist eine allergische Reaktion.

Wie du Lebensmitteletiketten liest

  • Prüfe jedes Lebensmitteletikett dreifach: beim Kauf, bei der Aufbewahrung zu Hause und vor dem Verzehr oder Servieren. Auf den ersten Blick kann man leicht Dinge übersehen.
  • Überprüfe die gesamte Verpackung (nicht nur die Inhaltsstoffe) auf einen„Kann enthalten...”-Hinweis und geh lieber kein Risiko ein.
  • Wenn du online Lebensmittel kaufst, suche nach Allergie-Filtern.
  • Ermutige auch deine Kinder so früh wie möglich, die Etiketten auf Lebensmittelallergene zu checken. So üben sie das Lesen und lernen schnell, worauf es ankommt.
  • In Deutschland findest du auf Lebensmittelwarnung.de Hinweise zu Lebensmittelrückrufen aufgrund von Allergenkontaminationen. Du kannst der Organisation auch auf Twitter folgen.

Wie entwickeln sich Lebensmittelallergien

Eine Lebensmittelallergie entsteht nicht beim ersten Verzehr von Erdnüssen oder Meeresfrüchten oder was auch immer der Auslöser ist. Dein Immunsystem muss erst bestimmte Abwehrkräfte bilden. Es produziert Antikörper, das sogenannte Immunoglobulin E (IgE). Nun bist du gegen das Allergen sensibilisiert. Das bedeutet nicht, dass du definitiv eine Lebensmittelallergie entwickeln wirst, aber die Möglichkeit besteht.

Wenn du eine Lebensmittelallergie entwickelst, werden die IgE-Antikörper zurückschlagen, sobald du dem Allergen begegnest. Die Antikörper weisen andere Zellen an, Abwehrstoffe freizusetzen, z. B. Histamin. Verschiedene Körperflüssigkeiten und weiße Blutkörperchen bewegen sich zur vermeintlichen Angriffsstelle, um Hilfe zu leisten. Sehr bald wirst du die typischen Symptome einer allergischen Reaktion spüren.

Wie schnell zeigen sich Symptome einer Lebensmittelallergie?

Viele Menschen bemerken eine allergische Reaktion schon nach wenigen Minuten oder gar Sekunden. Und die meisten Symptome zeigen sich innerhalb von zwei Stunden. Die Lebensmittelallergie gehört deshalb auch zu den Allergien vom Soforttyp mit sehr schneller (unmittelbarer) Reaktion auf ein Antigen.

Eine Ausnahme bildet die seltene Allergie gegen rotes Fleisch, die nach einem Zeckenbiss auftreten kann. Der Speichel der Zecke kann dich gegen Lamm-, Schweine-, Rind- und Wildfleisch sensibilisieren. Allergiesymptome treten meist vier bis acht Stunden nach einer Mahlzeit auf und können schwerwiegend sein. 

Es gibt noch eine andere Lebensmittelallergie, bei der die allergische Reaktion langsamer einsetzen kann – manchmal erst nach Tagen. Lies weiter unten mehr über nicht-IgE-vermittelte Lebensmittelallergien.

Typische Lebensmittelallergiesymptome

Allergische Reaktionen reichen von leicht bis schwerwiegend. Dies sind einige der gängigen Symptome:

  • Kribbeln oder Jucken im Mund
  • Ein erhabener, juckender roter Ausschlag (Nesselsucht) – manchmal kann die Haut auch nur rot werden und jucken
  • Schwellung des Gesichts, des Mundes, des Halses oder anderer Körperstellen
  • Schluckbeschwerden
  • Pfeifende Atmung oder Atemnot
  • Schwindelgefühl und leichte Benommenheit
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Unterleibsschmerzen oder Durchfall
Facharztsuche

Finde einen Allergologen!

Brauchst du Hilfe beim Umgang mit deiner Lebensmittelallergie? Vielleicht ist es an der Zeit, einen Allergiespezialisten in deiner Nähe aufzusuchen?

Facharztsuche

Finde einen Allergologen!

Brauchst du Hilfe beim Umgang mit deiner Lebensmittelallergie? Vielleicht ist es an der Zeit, einen Allergiespezialisten in deiner Nähe aufzusuchen?

Dieselbe Person kann in verschiedenen Fällen unterschiedliche Reaktionen zeigen. Zum Beispiel könntest du dich einmal lediglich ein bisschen unwohl fühlen, aber beim nächsten Mal sofort medizinische Versorgung benötigen. Darum ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn du das Gefühl hast, du könntest an einer Lebensmittelallergie leiden.

Lebensmittelallergien: Was ist eine schwerwiegende allergische Reaktion?

Hast du schon einmal vom anaphylaktischen Schock gehört? Das ist eine oft plötzlich auftretende und sehr schwerwiegende allergische Reaktion, die lebensbedrohlich sein kann. Wenn solch eine Reaktion einmal auftritt, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit in Zukunft erneut auftreten. Es besteht auch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für starke Reaktionen, wenn in deiner Familie bereits schwere Allergien oder Asthma vorkommen. Rufe den Notdienst an, wenn du die folgenden Anzeichen und Symptome eines anaphylaktischen Schocks feststellst:

  • Schwindel- oder Schwächegefühl
  • Atemprobleme, z. B. schnelle oder flache Atmung
  • Pfeifende Atmung
  • Herzrasen
  • Feuchte Haut
  • Verwirrung und Angstgefühle
  • Kollaps oder Bewusstlosigkeit

Manche Menschen zeigen diese Symptome, wenn sie Sport treiben, nachdem sie ein bestimmtes allergenes Produkt gegessen haben. Dies wird als nahrungsmittelbedingte, anstrengungsinduzierte Anaphylaxie bezeichnet, zum Glück ist diese Form aber relativ selten.

Symptome von nicht-IgE-vermittelten Lebensmittelallergien

An dieser Form der Lebensmittelallergie sind keine IgE-Antikörper beteiligt. Schützende weiße Blutkörperchen, die sogenannten T-Zellen, leiten die allergische Reaktion ein. Symptome betreffen häufig die Haut oder das Verdauungssystem. Stunden oder sogar Tage nach dem Essen können Sodbrennen, Verdauungsstörungen, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Solche T-Zell-vermittelten Reaktionen zählen deshalb auch zu den Allergien des verzögerten Typs.

Nimm keine Änderungen an deiner Ernährung vor, ohne zuvor mit deinem Allergologen zu sprechen. Er wird einen Behandlungsplan mit dir erarbeiten. Dieser wird wahrscheinlich das Vermeiden von Auslösern sowie die Behandlung von Symptomen umfassen.

Die Symptome einer nicht-IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergie sind in der Regel nicht schwerwiegend, können aber dazu führen, dass z. B. Kinder nur ungern essen. Und dies erhöht mit der Zeit das Risiko, andere gesundheitliche Probleme zu entwickeln. Dazu gehören:

  • Lebensmittelprotein-induzierte allergische Proktokolitis
  • Lebensmittelprotein-Enteropathie
  • Eosinophile Ösophagitis
  • Lebensmittelprotein-induzierte Enterokolitis

Bei Kombinationen aus IgE- und nicht-IgE-vermittelte Lebensmittelallergien wirken beide Mechanismen. Du kannst unter Umständen daher auch beide Symptomarten bekommen.

Lebensmittelallergiesymptome oder Kreuzreaktion?

Bestimmte Obst- und Gemüsesorten, Nüsse und Gewürze können zu einem Kribbeln an den Lippen führen, obwohl sie nicht dein hauptsächlicher Allergie-Auslöser sind. Die tatsächlich zugrundeliegende Ursache kann dabei eine Pollenallergie sein.

Nimm keine Änderungen an deiner Ernährung vor, ohne zuvor mit
deinem Allergologen
zu sprechen.
Er wird einen Behandlungsplan mit dir erarbeiten. Dieser wird wahrscheinlich das Vermeiden von Auslösern sowie die Behandlung von Symptomen umfassen.

Die Symptome einer nicht-IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergie sind in der Regel nicht schwerwiegend, können aber dazu führen, dass z. B. Kinder nur ungern essen. Und dies erhöht mit der Zeit das Risiko, andere gesundheitliche Probleme zu entwickeln. Dazu gehören:

  • Lebensmittelprotein-induzierte allergische Proktokolitis
  • Lebensmittelprotein-Enteropathie
  • Eosinophile Ösophagitis
  • Lebensmittelprotein-induzierte Enterokolitis

Bei Kombinationen aus IgE- und nicht-IgE-vermittelte Lebensmittelallergien wirken beide Mechanismen. Du kannst unter Umständen daher auch beide Symptomarten bekommen.

Deshalb wird diese Art der Kreuzreaktivität als Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie (pollen food syndrome, PFS) bezeichnet. Ein anderer Name ist orales Allergiesyndrom (OAS). Diese Kreuzreaktivität geschieht, weil das Lebensmittel ein Protein enthält, das den Pollen sehr ähnlich ist, auf die du allergisch reagierst. Angenommen Ambrosiapollen verursachten Heuschnupfen. Dann kannst du ggf. auch bei Gurken eine leichte lokale Reaktion an Lippen, Mund oder Rachen spüren.

Das Pollensyndrom kann auch beim Verzehr von Lebensmitteln wie Mandeln, Haselnüssen, Erdnüssen und Sojabohnen auftreten. Diese sind aber auch häufige Ursachen einer Lebensmittelallergie. Sprich also in jedem Fall möglichst bald mit deinem Arzt, wenn Symptome auftreten.

Eher selten bemerken auch Personen mit einer Hausstaubmilbenallergie Kreuzreaktionen beim Verzehr bestimmter Lebensmittel. Dies kann bei Garnelen, Krebsfleisch und Hummer, sowie bei Venusmuscheln und Austern der Fall sein, da diese Proteine enthalten, die denen in Hausstaubmilben ähneln. Und es gibt noch eine seltene Kreuzreaktion: zwischen Katzenallergenen und Schweinefleisch. Diese tritt in der Regel schnell auf, hat dieselben Symptome wie IgE-vermittelte Lebensmittelallergien und kann lebensbedrohlich sein. Diese Reaktion wird als Katzen-Schweinefleisch-Syndrom bezeichnet.

Also: Wie findest du heraus, ob du an einer Lebensmittelallergie leidest?

Der erste Schritt ist häufig ein Allergietest. Das kann zum Beispiel ein Pricktest sein – dabei wird ein Tropfen von Flüssigkeit, die das Allergen enthält, auf deinen Arm gegeben, die Haut darunter sanft eingestochen und dann die Reaktion beobachtet. Oder es könnte ein Allergiebluttest sein, der nach IgE-Antikörpern im Blut sucht. Dadurch wird nachgewiesen, ob du auf irgendwelche Lebensmittelallergene sensibilisiert bist. Der Arzt wird dich zu deinen Symptomen und deiner Familiengeschichte (Familienanamnese) befragen, bevor er eine Diagnose stellt. Es kann hilfreich sein, ein Lebensmittel- und Symptom-Tagebuch zu führen.

Nicht-IgE-vermittelte Lebensmittelallergien lassen sich schwerer diagnostizieren. Dein Arzt wird dir vielleicht einen oralen Belastungstest empfehlen. Dabei werden dir zunehmende Mengen eines Allergens verabreicht, während du auf Symptome achtest. Oder vielleicht schlägt er eine interne Untersuchung mithilfe einer Kamera (Endoskopie) vor. Es kommt ganz auf deine medizinische Vorgeschichte (Anamnese) an.

Eine Frau fragt sich, was der Unterschied zwischen einem Pricktest und einem Allergiebluttest ist.

Wie funktionieren Allergietests?

Lebensmittelallergiesymptome oder Kreuzreaktion?

Bestimmte Obst- und Gemüsesorten, Nüsse und Gewürze können zu einem Kribbeln an den Lippen führen, obwohl sie nicht dein hauptsächlicher Allergie-Auslöser sind. Die tatsächlich zugrundeliegende Ursache kann dabei eine Pollenallergie sein.

Deshalb wird diese Art der Kreuzreaktivität als Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie (pollen food syndrome, PFS) bezeichnet. Ein anderer Name ist orales Allergiesyndrom (OAS). Diese Kreuzreaktivität geschieht, weil das Lebensmittel ein Protein enthält, das den Pollen sehr ähnlich ist, auf die du allergisch reagierst. Angenommen Ambrosiapollen verursachten Heuschnupfen. Dann kannst du ggf. auch bei Gurken eine leichte lokale Reaktion an Lippen, Mund oder Rachen spüren.

Das Pollensyndrom kann auch beim Verzehr von Lebensmitteln wie Mandeln, Haselnüssen, Erdnüssen und Sojabohnen auftreten. Diese sind aber auch häufige Ursachen einer Lebensmittelallergie. Sprich also in jedem Fall möglichst bald mit deinem Arzt, wenn Symptome auftreten.

Eher selten bemerken auch Personen mit einer Hausstaubmilbenallergie Kreuzreaktionen beim Verzehr bestimmter Lebensmittel. Dies kann bei Garnelen, Krebsfleisch und Hummer, sowie bei Venusmuscheln und Austern der Fall sein, da diese Proteine enthalten, die denen in Hausstaubmilben ähneln. Und es gibt noch eine seltene Kreuzreaktion: zwischen Katzenallergenen und Schweinefleisch. Diese tritt in der Regel schnell auf, hat dieselben Symptome wie IgE-vermittelte Lebensmittelallergien und kann lebensbedrohlich sein. Diese Reaktion wird als Katzen-Schweinefleisch-Syndrom bezeichnet.

Also: Wie findest du heraus, ob du an einer Lebensmittelallergie leidest?

Der erste Schritt ist häufig ein Allergietest. Das kann zum Beispiel ein Pricktest sein – dabei wird ein Tropfen von Flüssigkeit, die das Allergen enthält, auf deinen Arm gegeben, die Haut darunter sanft eingestochen und dann die Reaktion beobachtet. Oder es könnte ein Allergiebluttest sein, der nach IgE-Antikörpern im Blut sucht.

 Eine Frau fragt sich, was der Unterschied zwischen einem Pricktest und einem Allergiebluttest ist.

Wie funktionieren
Allergietests?

Dadurch wird nachgewiesen, ob du auf irgendwelche Lebensmittelallergene sensibilisiert bist. Der Arzt wird dich zu deinen Symptomen und deiner Familiengeschichte (Familienanamnese) befragen, bevor er eine Diagnose stellt. Es kann hilfreich sein, ein Lebensmittel- und Symptom-Tagebuch zu führen.

Nicht-IgE-vermittelte Lebensmittelallergien lassen sich schwerer diagnostizieren. Dein Arzt wird dir vielleicht einen oralen Belastungstest empfehlen. Dabei werden dir zunehmende Mengen eines Allergens verabreicht, während du auf Symptome achtest. Oder vielleicht schlägt er eine interne Untersuchung mithilfe einer Kamera (Endoskopie) vor. Es kommt ganz auf deine medizinische Vorgeschichte (Anamnese) an.

Eine Lebensmittelallergie ist nicht dasselbe wie eine Lebensmittelunverträglichkeit

Allergietests können dir nicht verraten, ob du eine Lebensmittelunverträglichkeit hast. Dies ist der Fall, wenn dein Körper Probleme damit hat, einen Stoff wie Histamin, Laktose oder Gluten zu verdauen. Das hat nichts mit dem Immunsystem zu tun.

Die Symptome einer Lebensmittelunverträglichkeit sind in der Regel leicht bis mittelstark. Und sie treten für gewöhnlich langsamer auf als bei einer Lebensmittelallergie. Es könnte sogar sein, dass du eine kleine Menge des für dich problematischen Nahrungsmittels verzehren kannst, ohne dich unwohl zu fühlen. Bei Lebensmittelallergien kann hingegen schon eine winzige Spur eine durchaus heftige Reaktion auslösen. Eine Lebensmittelunverträglichkeit wird typischerweise über eine Ausschlussdiät diagnostiziert. Es gibt aber auch Atem- und Bluttests, die z. B. eine Laktoseintoleranz feststellen können.

Food allergies are not the same as food intolerances

Allergy testing can’t tell you if you have a food intolerance. That’s when your body struggles to digest a substance such as histamine, lactose, or gluten. It’s nothing to do with the immune system.

Food intolerance symptoms are usually mild to moderate. They also tend to start more slowly than with food allergies. You may even find you can eat a small amount of the problem food without feeling unwell. In food allergies, a tiny trace can cause a reaction. The usual way to diagnose a food intolerance is with an elimination diet. But there are breath and blood tests to identify lactose intolerance.

Wie bekomme ich meine Lebensmittelallergie in den Griff

Nimm keine Änderungen an deiner Ernährung vor, ohne zuvor mit deinem Hausarzt oder Allergologen zu sprechen. Er wird einen Behandlungsplan mit dir erarbeiten. Dieser wird sehr wahrscheinlich das Vermeiden deiner Auslöser und die Behandlung deiner bisher unbehandelten Symptome umfassen. Antihistamin blockiert die Wirkung des Histamins, das dein Körper im Verlauf der allergischen Reaktion ausschüttet. Es ist ein typisches Behandlungsmittel für leichtere Allergiesymptome. Bitte deinen Apotheker um Rat bezüglich der verschiedenen rezeptfreien Varianten.

Wenn dein Arzt feststellt, dass bei dir das Risiko einer schweren Reaktion besteht, wird er dir wahrscheinlich einen Adrenalin-Pen verschreiben, den du immer bei dir tragen musst. Eine Allergie-Kette oder ein Allergie-Armband kann ebenfalls hilfreich sein, damit andere wissen, wie sie dir im Notfall helfen können.

 Lebensmittelallergien unterscheiden sich von Unverträglichkeiten. Nach dem Genuss von Milch kann es zu Bauchschmerzen kommen – wie bei dieser Frau auf dem Sofa.

Ein Experten-Leitfaden zu Lebensmittelunverträglichkeit

Lebensmittelallergie: 6 Wege, deine Auslöser zu vermeiden

Wir haben schon darüber gesprochen, wie wichtig es ist, Lebensmitteletiketten sorgfältig zu lesen, um gängige Lebensmittelallergie-Auslöser zu vermeiden – und wie wichtig es ist, dies auch Kindern beizubringen. Es gibt noch weitere gute Angewohnheiten, die dazu beitragen können, das Risiko einer allergischen Reaktion zu Hause und unterwegs zu verringern.

1. Überprüfe „non-food“-Produkte: Hautpflegeprodukte, Kosmetika, Tierfutter, Vitamine und sogar Knetmasse und Fingerfarbe können Lebensmittelallergene enthalten.

2. Sei dir deiner Allergie bewusst, wenn du auswärts isst: Kontaktiere bereits im Voraus das Restaurant, um zu besprechen, was genau nötig ist, um eine allergische Reaktion zu vermeiden. Selbstbedienungstheken wie Salatbars meidest du am besten weitestgehend. Vorsicht: Andere Gäste könnten ihr Besteck vorher in Lebensmitteln gehabt haben, gegen die du allergisch bist.

Lebensmittelallergien unterscheiden sich von Unverträglichkeiten. Nach dem Genuss von Milch kann es zu Bauchschmerzen kommen – wie bei dieser Frau auf dem Sofa.

Ein Experten-Leitfaden zu Lebensmittelunverträglichkeit

Lebensmittelallergie: 6 Wege, deine Auslöser zu vermeiden

Wir haben schon darüber gesprochen, wie wichtig es ist, Lebensmitteletiketten sorgfältig zu lesen, um gängige Lebensmittelallergie-Auslöser zu vermeiden – und wie wichtig es ist, dies auch Kindern beizubringen. Es gibt noch weitere gute Angewohnheiten, die dazu beitragen können, das Risiko einer allergischen Reaktion zu Hause und unterwegs zu verringern.

1. Überprüfe „non-food“-Produkte:Hautpflegeprodukte, Kosmetika, Tierfutter, Vitamine und sogar Knetmasse und Fingerfarbe können Lebensmittelallergene enthalten.

2. Sei dir deiner Allergie bewusst, wenn du auswärts isst:Kontaktiere bereits im Voraus das Restaurant, um zu besprechen, was genau nötig ist, um eine allergische Reaktion zu vermeiden. Selbstbedienungstheken wie Salatbars meidest du am besten weitestgehend. Vorsicht: Andere Gäste könnten ihr Besteck vorher in Lebensmitteln gehabt haben, gegen die du allergisch bist.

3. Plane vorausschauend, wenn du reist: Unterrichte die Fluggesellschaft über deine Lebensmittelallergie(n) und bestelle nach Möglichkeit eine individuelle Mahlzeit. Nimm auf Zug- und Busreisen dein eigenes Essen mit. Bewahre deine Allergiemedikamente für den Notfall immer im Handgepäck auf (plus weitere im Koffer). Es ist sinnvoll, sowohl dein Rezept als auch ein Schreiben deines Arztes mit dir zu führen, falls du erklären musst, warum du Medikamente im Gepäck hast. Es ist unwahrscheinlich, dass du Lebensmittelallergene einatmen wirst, aber sie könnten über Tische und Armlehnen auf deine Hände geraten. Nimm darum Reinigungstücher mit. Übersetzungskarten oder eine App können dir helfen, Allergene im Ausland zu identifizieren.

4. Vorsicht in der Küche: Lagere Lebensmittel für Allergiker in einem eigenen Regal und beschrifte die Behälter. Reinige Oberflächen, Töpfe und Pfannen, Utensilien und die Mikrowelle mit Einwegtüchern. Schwämme können Allergene verbreiten. Iss nach Möglichkeit immer am Tisch. Und achte darauf, dir nach dem Essen immer die Hände zu waschen.

5. In der Schule: Erstelle gemeinsam mit der Schule oder Pflegeeinrichtung deines Kindes einen Allergieplan. Und vergewissere dich, dass dein Kind genau weiß, gegen welche Lebensmittel es allergisch ist. Erkläre ihm, dass es sich an Erwachsene wenden kann, wenn es sich einmal nicht sicher ist. Und dass es um Hilfe bitten kann, wenn es sich unwohl fühlt – auch bei Erbrechen oder Durchfall.

6. Auch im Speichel befinden sich Allergene: Studien deuten darauf hin, dass Spuren von Erdnüssen einige Stunden im Speichel verbleiben. Teile dein Besteck oder dein Glas oder deine Tasse also niemals mit anderen, wenn du unter Lebensmittelallergien leidest. Auch auf die Gefahr hin, die Magie des ersten Kusses zu ruinieren: Erzähle deinem Date vorher von deiner Allergie.

Eine gute allgemeine Regel ist, dir die Hände mit Seife und Wasser zu waschen, bevor du isst oder deine Hände in die Nähe deines Gesichts führst und immer wenn du glaubst, mit Allergenen in Berührung gekommen zu sein.

Gibt es ein Heilmittel für Lebensmittelallergien?

Vielleicht hast du schon einmal über eine Hyposensibilisierung nachgedacht. Sie ist zwar kein Heilmittel, kann aber deine Symptome drastisch reduzieren. Die Langzeitbehandlung packt die Allergie an der Wurzel. Das Immunsystem wird mit wiederholten kleinen Dosen des Allergens desensibilisiert, damit es darauf nicht mehr auf die gewohnte Weise reagiert.

Die Behandlung von Nahrungsmittelallergien kann schwieriger sein als die von Pollen- oder Hausstaubmilbenallergien, da die Gefahr schwerer allergischer Reaktionen besteht. In Deutschland wurde die erste orale Hyposensibilisierung für Erdnuss-Allergie ab einem Alter von vier Jahren zugelassen. Ziel ist es, dich gegen den versehentlichen Kontakt mit Erdnüssen zu desensibilisieren und so eine schwerwiegende Reaktion zu verhindern.

Kinder können aus Lebensmittelallergien ”herauswachsen”, und es ist auch möglich, Allergien erst später im Verlauf des Lebens zu entwickeln. Erwachsene halten ihre Symptome oft fälschlicherweise für eine Lebensmittelvergiftung.

Gibt es ein Heilmittel für Lebensmittelallergien?

Vielleicht hast du schon einmal über eine Hyposensibilisierung nachgedacht. Sie ist zwar kein Heilmittel, kann aber deine Symptome drastisch reduzieren. Die Langzeitbehandlung packt die Allergie an der Wurzel. Das Immunsystem wird mit wiederholten kleinen Dosen des Allergens desensibilisiert, damit es darauf nicht mehr auf die gewohnte Weise reagiert.

Die Behandlung von Nahrungsmittelallergien kann schwieriger sein als die von Pollen- oder Hausstaubmilbenallergien, da die Gefahr schwerer allergischer Reaktionen besteht. In Deutschland wurde die erste orale Hyposensibilisierung für Erdnuss-Allergie ab einem Alter von vier Jahren zugelassen. Ziel ist es, dich gegen den versehentlichen Kontakt mit Erdnüssen zu desensibilisieren und so eine schwerwiegende Reaktion zu verhindern.

Kinder können aus Lebensmittelallergien „herauswachsen”, und es ist auch möglich, Allergien erst später im Verlauf des Lebens zu entwickeln. Erwachsene halten ihre Symptome oft fälschlicherweise für eine Lebensmittelvergiftung.

Lebensmittelallergien bei Kindern

Kinder können aus Allergien gegen Milcheiweiße und andere gängige Auslöser wie Eier, Soja und Weizen "herauswachsen”. Allergien gegen Erdnüsse und Baumnüsse bleiben dagegen oft auch bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Eine Möglichkeit, Lebensmittelallergien von vornherein zu vermeiden, besteht darin, Babys viel früher an Erdnüsse und andere auslösende Lebensmittel heranzuführen. Allergologen gehen davon aus, dass das Immunsystem ab einem Alter von etwa sechs Monaten trainiert werden kann, Allergene im späteren Verlauf des Lebens zu akzeptieren. Sprich zuerst mit deinem Arzt oder Allergologen, vor allem wenn Lebensmittelallergien in deiner Familie vorkommen oder dein Baby an einem Ekzem (Neurodermitis) leidet. Beides erhöht die Wahrscheinlichkeit für ein Kind, eine Lebensmittelallergie zu entwickeln.

Lebensmittelallergien bei Erwachsenen

Dein Immunsystem lernt im Verlauf deines Lebens dazu und passt sich neuen Gefahren an. Dementsprechend kann sich auch deine Allergie verändern. Es gibt sogar einen Namen dafür: "Allergischer Marsch“. Genauso wie Kinder manchmal aus einer Lebensmittelallergie "herauswachsen”, entwickeln Erwachsene sie manchmal erst in späteren Lebensjahren.

Die häufigsten Auslöser bei Erwachsenen sind Meeresfrüchte und Fisch sowie Erdnüsse und Baumnüsse. Personen, die ihre erste allergische Reaktion erst spät erleben, halten sie oft fälschlicherweise für eine Lebensmittelvergiftung. Aber wie du inzwischen weißt, können auch Erbrechen oder Durchfall Symptome einer Lebensmittelallergie sein. Also sprich im Zweifelsfall am besten mit deinem Arzt.

Wir sind da, um dir zu helfen.

Danke, dass du dir diesen Artikel komplett durchgelesen hast. Wir würden gerne deine Meinung wissen. Solltest du irgendwelche Fragen haben oder uns von deinem Leben mit deiner Lebensmittelallergie erzählen wollen, schicke uns am besten eine E-Mail oder besuche unsere Facebook-Seite.